Gartenkultur in der Stadt der Dichter und Denker

Nicht erst seit Goethe und seinem Gartenhaus schätzen die Weimarer Natur, Parks und Gärten, weshalb wir Ihnen hier einen Einblick in die grüne Vielfalt der Stadt Weimar geben wollen.

Eine schöne Grünanlage in Weimar ist der Park an der Ilm, der 48 Hektar groß ist und am Rand der Altstadt liegt. Da er in der Zeit von 1778 bis 1828 entstand, ist er klassisch und romantisch. Hier wurde auch Goethes Gartenhaus errichtet, das der Dichter 1776 von Herzog Carl August geschenkt bekam. Damals nutzte Geheimrat Goethe das Haus als Wohn- und Arbeitsstätte, wofür er es selbst und den Garten erneuern und verschönern ließ. Nachdem das kleine Haus aber nicht mehr für seine Bibliothek, Sammlungen etc. ausreichte, verlegte er seinen Wohnsitz ins Haus am Frauenplan, hielt sich aber dennoch weiterhin gern im Gartenhaus auf, das er hegte und pflegte. Hier schrieb er z.B. Teile der Prosafassung von „Iphigenie auf Tauris“, arbeitete an den Dramen „Torquato Tasso“ und „Egmont“ und fertigte unter anderem die Gedichte „Rastlose Liebe“, „Jägers Abendlied“ und „An den Mond“ an. Heute befindet sich um Haus ein Museum und im Park findet man Gartenmöbel, viele Bäume und Sträucher, Sitzplätze, Denkmale und Brücken

Ein weiterer schöner Park ist der Schlosspark mit der Orangerie Belvedere, der ebenfalls im 18. Jahrhundert durch Herzog Ernst August als Sommerresidenz, Lust- und Irrgarten entstand. Der Gartenbau beeindruckt auch heute noch, wobei das Schloss mittlerweile hauptsächlich als Museum für das Kunsthandwerk des 18. Jahrhunderts genutzt wird, z.B. für Porzellan (Meißner u.a.), Gläser, Möbel und höfische Accessoires. Früher diente die Schlossanlage auch als Jagdschloss und ist von Stallungen und Kavaliershäusern umgeben. In Weimar gibt es im Weiteren den Schlosspark Tiefurt, den Schlosspark Ettersburg, den Weimarhallenpark, die Künstlergärten und viele Parks und Gärten mehr, sodass sich eine Reise in die Stadt nicht nur für Goethe-Fans, sondern auch Naturliebhaber lohnt.

 

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